„Dunkler Sog“ – mein neuer Kriminalroman! – ab 18.09.2026 im Handel!
Klappentext:
Rumänien, Dezember 1989: Während ein Regime im Chaos zusammenbricht, kämpfen zwei Kinder in den dunklen Kanälen von Bukarest ums nackte Überleben. Nico und seine Schwester Katarina sind Teil einer vergessenen Welt, einer Welt ohne Schutz, ohne Hoffnung und ohne Zukunft. Als die Revolution Freiheit verspricht, scheint für einen kurzen Moment alles möglich. Doch das Versprechen zerbricht, und zurück bleibt ein Leben, geprägt von Gewalt, Armut und Abhängigkeit. Jahre später kreuzen sich in der scheinbar geordneten Schweiz die Wege von Menschen, die unterschiedlicher kaum sein könnten und doch durch ein unsichtbares Netz aus Schuld, Zufall und Vergangenheit miteinander verbunden sind. Der Kommissar Pius Cathomas wird zu einem rätselhaften Mordfall gerufen. Ein gescheiterter Mann gerät durch eine folgenschwere Entscheidung in einen Strudel aus Angst und Verzweiflung. Und Nico, längst Teil einer kriminellen Unterwelt, wird von den Schatten seiner Vergangenheit eingeholt. Was als missglückter Raubüberfall beginnt, entwickelt sich zu einem komplexen Kriminalfall, in dem die Grenzen zwischen Täter und Opfer verschwimmen. Jeder der Beteiligten trägt seine eigenen Narben und seine eigene Wahrheit. «Dunkler Sog» ist mehr als ein Kriminalroman. Es ist eine eindringliche Erzählung über verlorene Kindheit, zerbrochene Versprechen und die Frage, ob ein Mensch seinem Schicksal entkommen kann. Mit grosser atmosphärischer Dichte zeichnet Jörg Rutz das Bild einer Welt, in der Hoffnung ein rares Gut ist und in der eine einzige Entscheidung über Leben und Tod bestimmen kann. Ein packender Roman über Schuld und Freiheit, über die Macht der Vergangenheit und die leise, oft schmerzhafte Verwandlung des Menschen.
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Schreiben voller Lokalkolorit
Eine wichtige Komponente der Bücher von Jörg Rutz ist es, dass die Begebenheiten vor Ort nicht erfunden sind. Um über eine Region schreiben zu können, müsse er das Umfeld und die Eigenheiten der Menschen, die dort leben, kennen. «Die Authentizität ist etwas, was einen Krimi aus der Region ausmacht. Wenn ich einen Krimi schreiben würde über Bern, wo ich selten bin und mich auch nicht auskenne, würde man das schon merken.» Dass diese Art von Büchern ein Revival erlebe, bemerkt auch Jörg Rutz. «Ich finde es schön, dass dieses verstaubte Format wiederbelebt wurde. Ob der Peak schon erreicht wurde, kann ich nicht sagen.» Es habe inzwischen schon Dimensionen wie beim Schweden-Krimi angenommen, dass jeder Verlag nun mit einem Regionalkrimi an den Start gehe. «Ich habe das Gefühl, so lange die Leute das gerne lesen, wird es auch Autorinnen und Autoren geben, die diese Nachfrage gerne befriedigen werden.
Schreiben ist keine Fabrikarbeit
Die Idee müsse bei ihm stimmen, dann könnte es durchaus auch mal einen Thriller geben. Er sei ein Mensch, der tendenziell zu viele Ideen habe, was dann auch eine gewisse Gefahr berge. «Du kannst dich dann schnell verzetteln und hast fünf angefangene Sachen, aber irgendwie nichts richtiges.» Er müsse sich dann zwingen, ein Projekt richtig anzupacken und es auch abzuschliessen. Nicht nur wegen den zahlreichen Ideen, sondern auch sonst braucht der Autor aus der Bündner Herrschaft eine gewisse Zeit, um ein Buch fertig zu schreiben. «Ich bin überzeugt, dass Texte Zeit brauchen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass jemand, der jedes Jahr ein Buch herausgibt, die gleiche Qualität erreicht, wie wenn er sich zwei Jahre Zeit dafür genommen hätte.» Ob eine Geschichte durchdacht sei, sehe man einem Buch schnell an. «Schreiben ist keine Fabrikarbeit, bei der ein Stück nach dem anderen rausgehauen wird.» Zeit für die Ideenentwicklung sei das A und O beim Schreiben. Beim Prozess gehöre es auch dazu, dass man hin und wieder mal Ideen verwerfe oder nochmals neu starte. «Das darf das Publikum auch gerne wissen. Ein Buch wird nicht schnell, schnell ‘hingebrösmelet’.» Anders als bei klassischer Lohnarbeit schreibe wohl kaum jemand Kreatives ihre oder seine Stunden auf. «Es gibt viele Sachen, die man schreibt und anschliessend hinterfragt. Wenn ich den Prozess nicht mache, bin ich nachher mit meiner Geschichte nicht zufrieden.» Seine Schreibeinstellung sei natürlich nicht allgemein gültig. Er habe auch schon von Leuten gehört, die in einer Nacht 100 Seiten schrieben, doch für ihn gehöre das tiefe Reflektieren einfach dazu. Die gute Eigenschaft eines Schriftstellers sei, dass er nie aufgebe. Daraus folgert Rutz auch den Tipp, den er anderen schreibenden Menschen mit auf den Weg gibt. «Wenn der Herr Zweifel auf Besuch kommt, braucht es viel Durchhaltewillen. Wer diese Hürden überwinden kann und auch Kritik annehmen und verarbeiten kann, kann beim Schreiben viel Freude empfinden.»
Text: Chris Imhof
Bei «Graubünden liest» gibt es einen Einblick in das neue Buch «Dunkle Zeiten». Zurücklehnen und geniessen:




